BLACKkKLANSMAN

USA 2018 | Regie: Spike Lee | FSK 12 | 135 min.
Mehr als 150 Jahre nach dem Verbot der Sklaverei ist die institutionelle Rassenungleichheit in den USA keineswegs abgeschafft. Die wahre Geschichte des afroamerikanischen Polizisten Ron Stallworth, der in den 1970er-Jahren den Ku-Klux-Klan infiltrierte, überzeugt mit einer eigenwilligen Symbiose aus Spaß, Ernst und einem dringlichen Anliegen.
1972 tritt Ron Stallworth als erster Afroamerikaner seinen Polizeidienst in Colorado Springs an steigt zum verdeckten Ermittler auf. Nach einem Undercover-Einsatz kontaktiert der Polizist den örtlichen Verband des Ku-Klux-Klan, der zur Gewinnung neuer Mitglieder in der örtlichen Zeitung inseriert hatte. Weil Ron den lokalen KKK-Ortsgruppenleiter freilich nicht in persona treffen kann, übernimmt dies, als sein weißes Double, sein jüdischer Kollege und schon bald spricht er mit dem damaligen höchsten Führer des KKK, der sein „unsichtbares Imperium“ politikfähig machen will.

Zum Auftakt erinnert eine Szene aus „Vom Winde verweht“ an die Ursprünge des Ku-Klux-Klans, den konföderierte Veteranen 1865 unmittelbar nach dem verlorenen Bürgerkrieg gründeten. Im Anschluss stellt ein nachgestellter „White Supremacy“-Spot die Frage: „Willst du dein wertvolles, weißes Kind mit Negern zur Schule schicken?“. Spike Lee zieht eine Verbindungslinie vom Sezessionskrieg über die bis etwa 1950 vor allem in den US- Südstaaten verübten Lynchmorde an Afroamerikaner*innen bis hin zum rechten Terror in Charlottesville im August 2017.
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