Oeconomia

BRD 2020 | Regie: Carmen Losmann | 89 min.
Was ist ein Einbruch in eine Bank gegen die Gründung einer Bank?", fragte schon der Gangster Macheath in Brechts "Dreigroschenoper". Banken sind auch die zentralen Akteure in "Oeconomia". Einem Krimi gleich begibt sich Regisseurin Carmen Losmann mitten ins glas-stählerne Herz unseres Wirtschaftssystems, bewaffnet mit einfachen und gleichzeitig hochkomplexen Fragen. Im Ergebnis entsteht ein zutiefst beunruhigendes Bild unserer Gesellschaft.
Was treibt eigentlich unsere Wirtschaft? Wie wird Geld geschaffen? Und wie funktioniert der Kreislauf aus Kreditaufnahme und Schuldentilgung? Es ist Regisseurin Carmen Losmann selbst, die mittels ihrer Stimme durch den Film führt. Als eine Art Reiseleiterin führt sie die Zuschauer*innen durch das komplexe Geflecht von Wirtschaft, Banken und Finanzen, das unsere Welt im Innersten zusammenhält – und gleichzeitig droht, sie an den Abgrund zu führen. Denn das System funktioniert nur, so lange unentwegt Schulden aufgenommen werden. Seit Jahrzehnten wird auf diese Weise die Verschuldung öffentlicher und privater Haushalte vorangetrieben und die großen Vermögen in den Händen einer kleinen Minderheit konzentriert. Private Gläubiger drohen so letztlich die Haushaltspolitik der öffentlichen Hand zu bestimmen. Die Schere zwischen Arm und Reich öffnet sich immer weiter, eine massive Ungleichheit, die den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdet.
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